Definition „Schnittmuster“

In der Schneiderstube werden aus separaten Papiervorlagen Textilien unterschiedlichster Stoffe zugeschnitten und schließlich weiter verarbeitet. Diese Papiervorlagen heißen Schnittmuster. Das Schnittmuster besteht dabei meist aus mehreren Einzelteilen (z.B. vordere Seitenteile, Hinterteil, Ärmel, etc.). Werden diese zweidimensionalen Einzelteile zusammengesetzt, entsteht das dreidimensionale Kleidungsstück. Schnittmuster werden nicht nur für Kleidungsstücke, sondern unter anderem auch für Accessoires und Kunststücke verwendet.

Einzelschnitte

Einzelschnitte sind bereits fertige Musterbögen und werden manchmal auch als Fertigschnitt bezeichnet.  Die einzelnen Schnitte sind alle nebeneinander angeordnet und können sofort ausgeschnitten werden. Ist das Schnittmuster nicht in der gewünschten Größe vorhanden, empfiehlt es sich den Schnitt zuerst zu kopieren und an die eigenen Maße anzupassen.

Schnittmusterbogen

Bei einem Schnittmusterbogen sind viele Schnittmuster auf einem Papierträger untergebracht und teilweise sind einzelne Schnittmuster ineinander verschachtelt. Die Rückseite ist ebenfalls oft bedruckt. Vor allem in Zeitschriften und Schnittbüchern sind Schnittmusterbögen zu finden. Bevor das Schnittmuster verwendet werden kann, muss es zunächst kopiert werden, da man andere Schnitte beschädigt, wenn man das gewünschte Schnittmuster sofort ausschneidet. Hier ist unbedingte Vorsicht zu walten, denn ein Fehlschnitt kann den gesamten Bogen zunichtemachen und so viele Stunden Arbeit umsonst kosten!